SPIDERSCHWEIN
Rasse: American Sfaffordshire Terrier
Geboren: 14.04.2019
Sitzt ein seit: Mai 2022
Vergehen: Spiderschweins Geschichte begann wie so viele. Man wollte einen besonderen, blauen Bully haben... aber günstig. Und kaufte sich dementsprechend einen bei irgendeinem Menschen der sich mit Vermehrerei vermutlich eine goldene Nase verdiente.
Leider entwickelte Spiderschwein zunehmend Probleme und griff die Leute an. Der Höhepunkt was irgendwann ein massiver biss in die Schulter. Man versuchte ihn zu vermitteln, man versuchte ihn abzugeben aber leider gab es Niemanden der Platz für den kleinen Klotz hatte. Auch wir nicht.
In Narkose ließen die Halter Spiderschwein dann einen Maulkorb verpassen, denn auch das gelang den Haltern nicht mehr.
Das Problem war damit jedoch nicht gelöst. Spiderschwein war natürlich genauso frustrier wie zuvor, seine Attacken wurden häufiger und heftiger bis er irgendwann anfing seine Halter regelrecht zu jagen. Diese sperrten ihn irgendwann aus verzweiflung in seinen Attacken in den Keller bis er sich beruhigt hatte. Aber auch die Zeit wurde immer länger. Irgendwann begannen zusätzlich seine Krallen in seine Füße zu wachsen, das Gesicht wurde Wund durch das tragen des 24/7 Maulkorbs. Die Familie bat uns nun also ein letztes Mal erneut verzweifelt um Hilfe, da sonst eine Euthanasie in Erwägung gezogen wird, da man ihm scheinbar nicht mehr helfen kann.
Wir sagten zu, dass wir uns den kleinen Kerl mal ein Wochenende angucken in der Hoffnung den Haltern Möglichkeiten aufzeigen zu können die dem Hund eine Euthanasie ersparen und eine erste Einschätzung des Hundes zu ermöglichen.
Statt einem wütenden Terrier stand hier jedoch zunächst ein völlig seltsam wirkender kleiner Hund der steif, krampfhaft und auf den Bodenstarrend versuchte nicht auf die Fugen des Weges und der Fliesen zu treten.
Man hatte tatsächlich den Eindruck, als wenn ausnahmsweise wirklich ein neurologisches Problem in Frage kommen könnte.
Das Bild wurde aber über die Tage klarer und Spido begann nach und nach mehr an seiner Umwelt teilzunehmen und auch seine Aggressionsthemen auszupacken.
Spiderschwein hat ein unheimliches Problem mit Frust. Er ist kaum in der Lage selbigen zu ertragen und fährt bei Kleinigkeiten aus der Haut und schafft es nicht gut einen Konflikt ruhen zu lassen und zu beenden. Stattdessen läuft er einen kleinen Kreis und geht direkt wieder in den Konflikt hinein.
Hat er eine Bezugsperson stellt er bei dieser alles massivst in Frage, jegliche Manipulation, Handling usw. nutzt er um Selbige in ihrem Tun zu hinterfragen und möchte wissen, ob sie in der Lage ist mit ihm umzugehen.
Kommt eine weitere Person dazu freut er sich teilweise über diese und beginnt dann ebenfalls seine Bezugsperson zu attackieren.
Spiderschwein´s Geschichte hier ist noch nicht zu Ende und wird sicherlich immer weiter fortgeführt.
Damit uns das möglich ist brauchen wir Menschen die uns unterstützen, was z.B. mit einer Patenschaft für unseren kleinen Wutbürger möglich ist.
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