BEAVIS
Rasse: American Staffordshire Terrier
Geboren: ca. 2024
Sitzt ein seit: Juli 2026
Vergehen:
Blueline, Blueline, Blueline. Unsere kleine Beavis sucht ein neues
Zuhause. Was ist mit ihr? Sie ist ein Terrier.
Und zuletzt wunderte man sich, dass Beavis Fahrradfahrer und Jogger
jagt, schnappt und zu Fall bringt.
Man konnte sich auch gar nicht erklären, dass dieses Verhalten daher
kommen soll, dass man den Hund sozial isoliert gehalten hat und ihn im
Park stundenlang mit Bällchen und Stöckchen hetzend ausgelastet hat.
Generalisierung auf Bewegungsreize? Ein Stock ist doch kein Mensch?
Ja und Sachkunde halt auch keine Pflicht, weil die Deutschen sich ihrer
Pflichten ja schließlich vollumfänglich bewusst sind und
Eigenverantwortung ihr zweiter Vorname ist.
Deswegen sind die Tierheime auch so voll und Menschen werden
totgebissen. Klappt alles super und Beavis? Eine Hündin, die es in
Hessen eigentlich nur unter strenger Aufsicht und Auflage gibt, hat dort
Menschen gejagt.
Na ja.
Und jetzt sucht sie ein Zuhause bei Menschen, die bereit sind, einen
komplett rohen Terrier mit knapp 3 Jahren Lebensführung in Eigenregie zu
adoptieren. Menschen, die wissen, dass sie einen Hund mit
Sonderlackierung bekommen, der im Laufe seines Lebens gesundheitlich
richtig schlimme Allergien oder Knochenschäden entwickeln kann und durch
Gendefekt eben auch krebsanfälliger sein kann.
Aber eben auch einen Hund, der vom Gemüt her eher zu Ungeduld und Frust
neigt. Dem ein heftiger und gnadenloser Jagdtrieb in die Wiege gelegt
wurde und der nur auf jene Menschen hören wird, die er als ebenbürtig
ansieht. Denn ja Freunde, Hunde sind hoch sozial und sogar
artübergreifend mit einem Lappenradar ausgestattet, der es ihnen
erlaubt, über den Dingen wie z. B. Leckerli und Leinenruck zu stehen. So
auch Beavis. Sie lebt im Hier und Jetzt und fordert von ihren Haltern
selbiges. Sie sind abgelenkt? Beavis begeht Körperverletzung. Sie haben
aus Versehen die Tür aufgelassen … Tja, dann gibt’s jetzt Tote.
Aber wir sind doch alle nur Menschen mit Fehlern!
Ja, wenn wir das sind, sollten wir vielleicht keine auf der Welt voll
angekommenen Wesen halten, die im Zweifel ihren Vorteil nutzen und ihrer
Bestimmung folgen. Just saying …
Was Beavis angeht. Wenn man sie mit Maulkorb führt – und den lässt sie
sich mittlerweile bedingungslos anziehen, weil dieser für sie immer
Abenteuer bedeutet (wir erinnern uns, sie kannte bei Ankunft gar nix.
Keine Hunde, keinen Alltag etc.) – erlebt man mit ihr einen Hund, der
Menschen liebt, der einfach für jeden Spaß zu haben ist und alles Neue
super gern kennenlernt und sich auch schnell zurechtfindet. Beavis hat
Nerven aus Stahl oder einfach einen Wahnsinn im Kopf, der mantraartig
daherbetet: „Was soll schon passieren“. Um Ängste oder Unsicherheiten
braucht man sich in dem Fall keine Gedanken machen.
Wenn wir es uns aussuchen könnten, wüssten wir Beavis gerne in einem
agilen Zuhause mit Terrieranschluss, denn tatsächlich ist es so, dass
sie sich mit ihresgleichen am besten versteht und auch sehr gerne sehr
wild spielt.
Mit Autofahren hat sie kein Problem, sofern man sie nicht ans Steuer
lässt und ist auch mit wenig zufrieden.
Einzige Bedingung ist eben der Maulkorb, wenn sie draußen unterwegs
ist,m und keine romantischen Illusionen seitens der Halter, dass sie in
ihrem Verhalten Heilung erfährt, wenn man ihr nur langsam und mit Liebe
erklärt ….. denn bitte Leute, das wird der Hündin nicht ansatzweise
gerecht und man sollte bei solch einer Terrierwucht, die sich durch
Wiesen, Wälder und wegen ihrer Rasse eben auch im deutschen Rechtssystem
bewegt und dort bitte nicht auffallen soll, von Konfliktpotential
ausgehen.
Wo sind also die Menschen, die wissen, was es heißt, für sich und sein
Umfeld Verantwortung zu tragen, und die unerschrocken diesen Text
gelesen haben und sich genau wie wir denken:
Was eine slayende Ghettoqueen!