BAKIM
Rasse: Mischling
Geboren: 28.02.2018
Sitzt ein seit: März 2023
Vergehen:
Bakim ist ein mittlerweile 8 Jahre alter kastrierter Mischlingsrüde der ursprüglich aus Griechenland nach
Deutschland geholt wurde.
Leider wurde bei Bakim ein Fehler gemacht der bei sehr vielen Hunden aus dem Ausland gemacht wird,
welche ihrer Umwelt gegenüber unsicher begegnen.
Bakim hatte viele Sorgen, Umweltreize gruselten ihn und generell war er mit dem neuen Leben in
Deutschland überfordert und hilflos.
Daraufhin wurde Bakim leider von allen ihm gruseligen Reizen fern gehalten. Wenn er etwas nicht wollte,
dann musste er nicht und somit wurde alles gemieden, was es eben so gibt und Bakim nicht kennt.
Leider ist das häufig der erste Impuls, wenn man einen Hund mit Unsicherheiten hat der sich fürchtet ihn
in eine Blase aus Sicherheit zu hüllen.
Diese Blase platzt jedoch schnell, denn das Leben spielt manchmal nicht innerhalb der Komfortzone eines
Bakims.
Durch die fehlende Unterstützung durch die Halter klammerte sich Bakim eng an seine Zweithündin, denn
diese war souverän und sicher in der Welt unterwegs, also genau das was Bakim suchte.
Leider verstarb jedoch die Hündin irgendwann altersbedingt und die Halterin fand ebenfalls in einem
ähnlichen Zeitraum einen neuen Partner, sodass Bakim nicht nur seinen Sicherheitanker (die souveräne
Hündin) verlor, sondern auch noch mit einer weiteren Änderung im sozialen Gefüge konfrontiert war die
ihn vermutlich zusätzlich verunsicherte.
Durch die fehlenden Fähigkeiten der „Krisenbewältigung“ und fehlen einer souveränen Führung geriet
Bakims Nervenkostüm weiter ins straucheln.
Leider kam es dann zu einem Beißvorfall bei dem Bakim den neuen Partner ins Gesicht biss und
daraufhin bei uns abgegeben wurde.
Da saß das kleine Nervenwrack nun inmitten der Höllenhunde und wusste auch nicht so recht was er tun
sollte... denn darauf wurde er nicht vorbereitet und war nun auf einen Schlag mit allem konfrontiert was
ihn einst stresste.
Durch die Hundegruppe und Hilfestellung unsererseits gelang es Bakim jedoch recht schnell seine Nerven
wieder zu erlangen und er entwickelte sich super auf der Anlage, sodass nun der nächste Schritt in
Richtung Vermittlung anstand, damit er auch außerhalb lernen kann die Nerven zu bewahren.
Daher zog Bakim auf eine Pflegestelle um in der er sowohl eine Hundegruppe bekam die ihm Sicherheit
vermitteln konnte als auch eine Bezugsperson die ihm Halt gibt und ihn aus seiner Blase raus und rein in
die reale Welt mit nimmt.
Bakim lernt Stück für Stück sich mit ihm furchteinflößenden Reizen auseinander zu setzen und den
Menschen als souveräne Führung kennen zu lernen die ihm helfen kann genau diese Situationen zu
meistern.
So ist es mittlerweile so, dass Bakim beim Gassi immer sicherer wird und auch neue Gassi Wege ihn nicht
mehr aus der Fassung bringen. Gruppenspaziergänge mit anderen Menschen und Hunden sind
mittlerweile ein Klacks für den hübschen Griechen und Spieleinheiten mit seinen Gruppenmitgliedern
immer wieder eingebaut, welche ihn zusätzlich lockerer werden lassen.
Bakim ist also bereit den nächsten großen Schritt in ein eigenes Zuhause zu gehen und dort weiter mit in
die Welt genommen zu werden.
Er kann sehr gerne zu einem bereits vorhandenen Hund oder in eine Gruppe ziehen und ist da eigentlich
echt mit allem verträglich.
Wichtig ist jedoch, dass sich nicht drauf ausgeruht wird, dass Bakim ja Sicherheit durch andere Hunde
bekommt, sondern der Mensch als souveräner, sicherer Hafen ebenfalls für ihn Anprechpartner bleibt.
Eine Vermittlung als Einzelhund wäre für den hochsozialen Blondie nicht das Richtige.
Eine Vermittlung in einen Haushalt mit Katzen, die cool mit Hunden sind wäre ebenfalls denkbar.
Alleine bleiben (mit weiteren Hunden) ist auch kein Problem. Ebenfalls hilft ihm eine vorhandene
Hundebox als Rückzugsort zb. Bei Besuch.
Autofahren stresst ihn noch etwas, aber auch da macht er immer weiter Fortschritte und ist weder ein
lauter noch ein zerstörerischer Mitfahrer. Gleiches gilt für Besuche in der Zivilisation (Baumarkt,
Eisdiele, Restaurant usw.)
Hier geht es nicht darum, dass Bakim unbedingt zu solchen Verantaltungen mit muss, sondern primär
darum, dass er seine eigene Unsicherheit weiter ablegen kann und lernen kann alles mit seinem Menschen
meistern zu können und nervlich einfach weiter stabiler wird.
Gegenüber seiner Bezugsperson benimmt sich Bakim absolut vorbildlich und hat auch mit
Manipulationen durch diese (Fellpflege, Krallen schneiden usw.) kein Problem.
Jedoch ist auch hier ein gesunder Abstand wichtig, da Bakim sonst dazu neigt ein bisschen zu eng am
Menschen zu kleben, was ihn dazu veranlasst diesen abschirmen zu wollen.
Bakim lässt sich von jedem den Maulkorb anziehen und trägt ihn absolut selbstverständlich.
Dieser sollte auch weiterhin grade zu beginn genutzt werden, wenn es um den Umgang mit der Außenwelt
oder Besuch geht, um sicher mit ihm umgehen zu können und nicht durch eine permanente Beobachtung
des Hundes zu viel Aufmerksamkeit auf sein Handeln legen zu müssen.
Dauerhaft wird Bakim ihn jedoch sicherlich nur mal situativ benötigen.
Kinder, Fahrradfahrer und Knallgeräusche gruseln ihn bis heute besonders, er macht Fortschritte jedoch
sollte man ihn da zeitnah ansprechen und anleinen, da er mit den Gedanken immer mal bei der Fluchtidee
hängen bleibt und durch die Ansprache dann auf den Menschen zurückgreifen kann. Da ist am Anfang
eine gute Sicherung sinnvoll, jedoch ist auch hier bei wachsendem Vertrauen ein ableinen sehr gut
möglich, sodass man ihn dann in entsprechenden Situationen ranrufen und anleinen kann.
Alles in Allem ist Bakim ein Hund der zu viel allein gelassen wurde mit seinen Sorgen und jetzt einfach
einen Menschen braucht der ihn an die Hand nimmt und ihm zeigen kann, dass es keinen Grund zur Sorge
gibt und ihn weiter durch die Welt begleitet.
Gelingt einem eine souveräne Führung ist Bakim ein verschmuster, verspielter und sehr lustiger Begleiter
der für jeden Scheiß zu haben ist.