Thor

Rasse

Mischling aus Bulgarien

Geboren

09.2011

Geschlecht

männlich (kastriert)

Farbe

braun-weiß

Größe/Gewicht

ca. 65 cm / 43 kg 

Wesen

aufmerksam, verspielt, aktiv, situativ unsicher & aggressiv

Verhalten gegenüber Kindern

wird nicht zu Kindern vermittelt

Verhalten ggü. Erwachsenen

umgänglich, teilweise distanzlos

Verhalten ggü. Artgenossen

gut sozialverträglich

Verhalten ggü. anderen Tieren

noch unbekannt

Gehorsam/Leinenführigkeit

zuverlässiger Rückruf, Orientierung an der Leine braucht Übung

Schlechte Erfahrungen/Ängste:

hektische Bewegungen, fremde Situationen & Umgebungen

Stubenrein

ja

Alleine bleiben

ja, aber zerstört Sachen

Autofahren

ja

Gesundheit

Grauer Star: Sehkraft schwindet (40%), einseitig erblindet

Abgabegrund

Beißvorfall ggü. Halter

Neues Zuhause

durchsetzungsfähig, aktiv, erfahren im Umgang mit unsicheren/blinden Hunden, bestenfalls Haus mit Garten, gern mit weiteren Hunden

Bei uns seit

02.2016

Thor kam von einem Tierheim aus zu uns, da seine Vermittlungschancen dort sehr gering waren und man aufgrund diverser Beißvorfälle, auch gegenüber seinem ehemaligen Halter, bereits die Euthanasie in Erwägung zog.

Als junger Hund kam er aus Bulgarien nach Deutschland und kannte so gut wie nichts. Heute ist er ein stattlicher Rüde und kommt mit Dingen  wie z.B. anleinen, Gassi gehen (auch ohne Leine) oder im Auto mitfahren gut klar.

Bei uns zeigt er sich als geselliger, verspielter Rüde, der unbeschwert in der Hundegruppe mitlaufen kann. Im Alltag und der Versorgung läuft er aufgrund seines eingeschränkten Sehvermögens hin und wieder gegen neu platzierte Gegenstände oder er stolpert bei einst sicher gelaufenen Wegen. Dies kann dazu führen, dass er nervös  wird und letztlich in ein angst-aggressives Verhalten verfällt, sofern seine Bezugsperson ebenfalls hektisch wird. Typisches Szenario: Er ist unsicher, verfällt nach kurzem "umher irren" in eine Starre und beginnt zu knurren. Würde man ihn in einer solchen Situation zu harsch ansprechen oder am Halsband fassen, um ihm die Richtung zu zeigen, würde er ohne Weiteres zubeißen. Bisher hat sich als hilfreich erwiesen, sich aus der Situation langsam rauszudrehen und ihn mit gutem Abstand freundlich abzurufen, um ihn aus dieser Spirale zu lösen und ihm dann die Richtung zu weisen.

Der Spagat zwischen konsequentem Auftritt, klaren Grenzen, der Berücksichtigung seiner Einschränkung und das dafür erforderliche Einfühlungsvermögen, stellen Thors zukünftige Halter vor eine Aufgabe. Sie sollten um die Unsicherheiten und Probleme von Hunden mit eingeschränktem Sehvermögen wissen. Leben in seinem zukünftigen Zuhause bereits Hunde, können diese eine Orientierungshilfe für ihn sein und ihm Sicherheit vermitteln.

Thor hat sich in der Vergangenheit Unarten, wie das Bewachen und Verteidigen von Ressourcen, z.B. sein Futter, seine Hütte, sein Korb u.ä. angeeignet. Seine zukünftigen Halter sollten Erfahrung im Handling solcher Probleme haben.  Der Alltag sollte nahezu frei von Hektik sein. Ein ruhiges Umfeld in einer ländlicheren Wohngegend mit einem eingezäunten Garten sind wünschenswert.