Otto

Rasse

Dogo Argentino

Geboren

2014

Geschlecht

männlich

Farbe

weiß

Größe/Gewicht

ca. 60 cm / 42 kg 

Wesen

wachsam, teilw. distanzlos, verschmust, neugierig, bei neuen oder fremden Situationen misstrauisch

Verhalten gegenüber Kindern

freundlich

Verhalten ggü. Erwachsenen

zum Besitzer loyal, bei Fremden unsicher

Verhalten ggü. Artgenossen

mit Hündinnen verträglich

Verhalten ggü. anderen Tieren

Katzen, Schafe, Hühner & Pferde lässt er in Ruhe

Gehorsam/Leinenführigkeit

in Arbeit

Schlechte Erfahrungen/Ängste:

unbekannt

Stubenrein

ja

Alleine bleiben

problemlos

Autofahren

problemlos

Gesundheit

Ohren verwuchert, schlechtes Hautbild - suchen nach Lösung

Abgabegrund

Beißvorfall ggü. vorübergehendem Halter

Neues Zuhause

rassekundige Halter, Platz in einem Haus mit Garten, Zeit für adäquate Erziehung

Otto war einer dieser Notfälle wo man noch abends ausrückt, um einen Hund aus einer misslichen Lage zu befreien. In Italien geboren, von einem Einheimischen gekauft und mit nach Deutschland gebracht, um sich eine neue Existenz aufzubauen, musste Ottos Herrchen bald feststellen, dass sich mit einem kupierten Dogo im Schlepptau die Wohnungssuche als schwierig erweist. So verschenkte er seinen Hund an den nächstbesten und ging seiner Wege. Und wie es so schön heisst:“Wer nichts dafür zahlen will, dem ist es auch nichts wert“. Das musste Otto schnell erfahren, da man den geschenkten Hund schon bald in den Kleinanzeigen inseriert fand. Von dort ging es in vier weitere Stellen und dann kam der brennende Anruf in der Foundation. Dogo Argentino Rüde, unkastriert aber kupiert (an der falschen Stelle geschnitten) hat beim neuen Halter aus dem Nichts heraus zugebissen, dieser sitzt noch im Krankenhaus und lässt sich verarzten, will ihn danach aber zum Tierarzt bringen und töten lassen, ist sehr angepisst wegen dem Vorfall. Eigentlich sind wir voll und eigentlich ist es schwierig mal eben ein solches Kaliber nebenher einzusammeln und in die Gruppe zu werfen. 

Trotzdem machten wir uns auf den Weg, um dem Dogo den Weg ins Grab zu ersparen und fanden folgendes vor. Vor einer mehrstöckigen Siedlung stand ein jüngerer Herr in Jogginghose und Trainingsjacke mit Bauchgurttasche. Seine Hand war in einem Verband eingepackt und er stand mit leidvoller Miene auf dem Bürgersteig vor dem Eingang seines Wohnblocks. Einige Meter daneben stand Otto an einem Briefkasten angeleint und jubelte uns schon von weitem zu (eine Art heulendes Gebell, wobei der gesamte Hund körpersprachlich mit vorerst eingekniffener Rute nach hinten ausgerichtet war, um jederzeit fliehen zu können, sollten wir ihn fressen wollen). Der weiße Rüde hatte überall entzündete Hautstellen, rot unterlaufene Augen und stank ziemlich eitrig aus den ausgefransten Ohren. Die Rute hing, nach einem kurzen Gespräch mit dem baldigen Ex-Halter, auf Halbmast - man sah einen Knick, der auf einen alten Bruch hinweist.

Der Besitzer war ziemlich gereizt und zeigte sofort den Verband. Er zog dem Rüden noch den von uns mitgebrachten Maulkorb auf und verschwand.  Otto schaute uns kurz fragend an, trabte aber brav neben uns her, als wir uns Richtung Auto in Gang setzten. Er stieg problemlos ein und war auch während der gesamten Fahrt nicht auffällig.

Man konnte ihn bisher in seinem Verhalten gegenüber Kindern, Katzen, Schafen, Hühnern und Pferden testen. Er verträgt sich mit allen sehr gut. Hündinnen findet er auch toll. Ebenso wie lange Gassigänge und Auto fahren. Alles in allem fehlt ihm noch Gehorsam, aber sein Wesen ist gutmütig. Selbst beim Tierarzt verhält er sich vorbildlich.

Für Otto wünschen wir uns ein Zuhause bei rasserfahrenen Menschen, die ihm die nötige Zeit geben, um ein Training in Sachen Grunderziehung zu absolvieren und zu verinnerlichen. Wichtig ist uns, dass er nie wieder umziehen muss..!