Mira

 

Rasse

Kraski Ovcar

Geboren

ca. 2009

Geschlecht

weiblich (kastriert)

Farbe

braun-weiß

Größe/Gewicht

ca. 68 cm / 56 kg

Wesen

wachsam, verspielt, skeptisch bei Fremden, verteidigt ihr Futter

Verhalten gegenüber Kindern

wird nicht zu Kindern vermittelt

Verhalten ggü. Erwachsenen

anfangs skeptisch, dann sehr interessiert & anhänglich

Verhalten ggü. Artgenossen

verträglich, Chef der Gruppe

Verhalten ggü. anderen Tieren

noch nicht bekannt

Gehorsam/Leinenführigkeit

ja und ja

Schlechte Erfahrungen/Ängste

Fremde

Stubenrein

ja

Alleine bleiben

ja

Autofahren

ja

Gesundheit

nichts bekannt

Abgabegrund

durch Beschlagnahmung wegen Verwahrlosung im Tierheim gelandet

Neues Zuhause

ländlich, Menschen  die ihr die Welt noch ein bißchen zeigen und etwas an der Grunderziehung tun

Bei uns seit

08.2014

Wir haben es hier mit einem typischen Herdenschutzhundvertreter aus Slowenien zu tun, mit den Vorfahren Sarplaninac und Owtscharka. Ein Glück ist Mira eher der Sarplaninac im Kopf, denn sonst wäre eine Gruppenhaltung wahrscheinlich gar nicht möglich. Zumindest nicht, wenn ich außer Haus bin, denn dann wäre am Ende wohl nur noch Mira übrig.

Im dem Tierheim, aus dem wir sie übernahmen, reagierte sie vorerst immer etwas hektisch und auch hin und wieder recht defensiv-aggressiv, wenn man sie bedrängte oder ihr Futter streitig machte (bewusst oder unbewusst). Als ich sie abholte kam sie anstandslos mit und sprang beim Öffnen der Kofferraumklappe ohne viel Tam Tam in's Auto und setzte sich hin. Dass die Polizei sie damals nur mit Vollschutzanzug mitbringen wollte, lag denke ich einfach an Größe und Wirkung des Hundes.

Zu Hause angekommen habe ich Mira der Gruppe vorgestellt und sie im Hof und Garten frei laufen lassen. Als ich dann alle reinholen wollte stand sie vor meiner Haustür und wusste nicht recht, ob sie den anderen folgen sollte. So habe ich fast 30 Minuten im Garten verbracht bis ich sie endlich mit einer Retrieverleine fangen konnte. Anfangs war sie davon nicht begeistert und einfach an's Halsband fassen war nicht möglich, das machte sie sehr deutlich. Nach ein paar Runden entspannte sie sich aber, weil sie merkte, dass ich auch ruhig und eher belustigt war. So legte sie ihr HSH-Getue ab und plötzlich flogen mir 56 Kilo Mira in einer Spielaufforderung entgegen. Sie knurrte und wirbelte rum (auch ein Weg sich aus der Affäre zu ziehen). Dann gelang es mir sie einzufangen und sie schlief die erste Nacht unten im Hausflur vor der Küche. Mittlerweile schläft sie mit ein paar anderen Hunden im Gehege auf dem nackten Boden, völlig egal wie viele Kissen, Körbe und Decken ich dort für die Nacht auslege - eine echte Slowenin eben.

Mira vertrug sich mit den anderen Hunden von Anfang an ziemlich gut. Sie hat sich schon nach ein paar Wochen sehr gut angeschlossen, folgt mir auch draußen ohne Leine ziemlich gut (gemütlich und manchmal auch etwas stur). Anfassen kann ich sie nun auch überall und sie bleibt auch stundenweise mit den anderen alleine ohne Streit zu provozieren. Mira neigt zur Eifersucht gegenüber anderen Hunden, wenn sie also bei mir steht und sich ein anderer nähern will, passiert es schon mal, dass sie nach vorne springt und diesen wegblafft. Sie zwickt aber nur und zeigt Zähne und kommt dann wieder zu mir. Dieses Verhalten zeigt sie auch, wenn ein Hund zu distanzlos auf sie zugeht, sie kommuniziert sehr sauber und klar.

Mira braucht eine Anleitung für ein normales Leben, da sie bei ihren Vorbesitzern nur auf einem Grundstück lebte und kaum was gesehen hat. Sie ist sehr neugierig und interessiert an allem was sie lernen und entdecken kann. Sie spielt mittlerweile gern, sowohl mit Hunden als auch mit mir. Sie ist ein toller Hund für erfahrene Liebhaber der Rasse. Mit Souveränität, Haus und Garten, evtl. einem HSH-Rüden und ohne Kinder und Kleintiere sollten Mira's Menschen ausgestattet sein.