Miles

Rasse

Pitbull

Geboren

27.06.2015

Geschlecht

männlich (kastriert)

Farbe

schwarz-weiß

Größe/Gewicht

ca. 52 cm / 20 kg 

Wesen

freundlich, agil, loyal, teilw. zurückhaltend, neugierig, stur

Verhalten gegenüber Kindern

problemlos

Verhalten ggü. Erwachsenen

aufgeschlossen

Verhalten ggü. Artgenossen

unbeaufsichtigt kommt es zur Eskalation

Verhalten ggü. anderen Tieren

Katzen & Pferde problemlos

Gehorsam/Leinenführigkeit

ausbaufähig

Schlechte Erfahrungen/Ängste

nicht bekannt

Stubenrein

ja

Alleine bleiben

ja, manchmal jault er etwas

Autofahren

ja

Gesundheit

nichts bekannt

Abgabegrund

schwere Verletzung eines anderen Hundes

Neues Zuhause

Rasse- oder hundeerfahrene Menschen, gern mit Haus & Garten oder sportlich, Einzelhaltung

Bei uns seit

09.2015

"Kampfhunde gibt es nicht!" Nirgendwo? Doch! Sie sind selten in der Öffentlichkeit anzutreffen, aber es gibt sie, genauso wie es einen Schwarzmarkt, Wetten und Ringrichter, Züchter und Höchstbietenden für derartige Hunde und deren Fähigkeiten gibt. Doch was unterscheidet den für den Kampfring geschaffenen Hund von einem kampfschmusigen Artgenossen? Diese Frage kann Miles beantworten. Mit fragwürdiger Rasseangabe im Impfausweis und noch umständlicherer Geschichte über Herkunft und Halter kam Miles zu uns, nachdem er mit knapp einem Jahr einen Cane Corso schwer verletzt hatte.

Mit Kindern, Pferden, Katzen sowie fremden Menschen kommt er auf Anhieb gut aus. Es gab hier bisher keinerlei Zweifel, dass er absolut sauber bleibt. Beim Thema Artgenossen wird es allerdings haarig. Miles zeigt sich hier mit Artgenossen gelassen und ruhig, allerdings verbrennt er dabei Nerven wie die Lunte an einem Silvesterböller. Sind seine Nerven aufgebraucht, dann knallt es. Es passiert nicht laut und es gibt auch keinen wilden Kampf. Seine Sicherung fliegt raus, er startet durch, packt zu und schüttelt so lange bis der Gegner liegen bleibt oder etwas von diesem abreißt. Hat Miles dies erreicht, verhält er sich wieder ganz normal. Man kann ihn in einer Kampfsituation auch anfassen, ohne zu riskieren, dass man selbst gebissen wird und genau dies ist gewollt herangezüchtet. Ein Hund, händelbar in allen Lebenslagen, der für seinen Menschen durchs Feuer geht, aber alles um sich herum vergisst, wenn er in den Ring geht. Er darf nicht zögern, egal ob der Gegner Hündin oder Rüde ist, er darf keinen Schmerz zeigen und nicht zurückweichen. Er führt aus wofür er im Ausland gezüchtet wurde. Sein Stammbaum enthält knallharte Selektion: Hunde, die gegen ihre Halter gehen werden getötet. Ein Entkommen aus dieser Szene ist eigentlich unmöglich, denn die Hunde werden hoch gehandelt und sind teure Ware auf die man achtet. Miles hatte Glück!

Für seine zukünftigen Halter bedeutet dies einen klaren und reflektierten Umgang mit Miles und dessen Wesen, welches nun mal anders ist. Er sollte in der Öffentlichkeit, umgeben von reißenden Leinen und "Tut-Nix-Hunden", stets mit einem gut sitzenden sowie stabilen Maulkorb abgesichert werden und benötigt trotz seines gutmütigen und ruhigen Wesens gegenüber Menschen noch einen gewissen Feinschliff in Sachen Grundgehorsam und Erziehung. Miles kann nur als Einzelhund umziehen, da er für das dauerhafte Zusammenleben mit Artgenossen nicht geschaffen ist und einen weiteren Hund im Haus töten würde. Er ist der Inbegriff des stillen Wassers, ein guter Alltagsbegleiter, der auch mit Hunden spazieren gehen kann, sofern er angeleint bleibt.

Für Miles suchen wir gewissenhafte und verantwortungsbewusste Menschen, die gut damit zurecht kommen, dass ihr Hund kein Typ für die Hundespielwiese ist, aber eben mit einem liebenswerten, anhänglichen sowie verschmusten Wesen gegenüber seinen Haltern besticht.