Max                  

Rasse

Labrardor

Geboren


Geschlecht

männlich  (kastriert)?

Farbe

schwarz

Größe/Gewicht

ca. 56 cm /  30 kg ?

Wesen

 

sehr selbstständig denkend, etwas distanziert gegenüber Menschen 

Verhalten gegenüber Kindern


Verhalten ggü. Erwachsenen


Verhalten ggü. Artgenossen


Verhalten ggü. anderen Tieren


Gehorsam/Leinenführigkeit

unerzogen 

Schlechte Erfahrungen/Ängste:


Stubenrein


Alleine bleiben

nein

Autofahren


Gesundheit

keine Probleme bekannt

Abgabegrund

Beißvorfälle in Streßsituationen 

Neues Zuhause

erfahrene durchsetzungsfähige Menschen, 

Bei uns seit



Max ist als Pensiongast zu uns gekommen. Er hat ein riesiges Problem mit Frustrationstoleranz. Er zeigte sich im Haus wie folgt: Wird er weggesperrt beginnt er Dinge zu zerstören, lässt man ihn  mit einem Leckerchen in einer Kennelbox zurück beginnt er zu bellen und steigert sich hinein. Zwingt man ihn zu Handlungen auf die er keine Lust hat, z.B. den Flur zu verlassen in dem er gerne liegt und auch gefüttert wird, packt man ihn am Halsband, zeigt er Zähne. Draußen im Freilauf vermittelt er den Eindruck er sei taub. Er orientiert sich nicht am Menschen und braucht diese auch im Freilauf nicht. Vielmehr macht er sein eigenes Ding und lässt einen links liegen. Er ist sehr hochgefahren und versucht alles erstmal "witzig" zu lösen, macht z.B. eine Spielaufforderung, wenn er einen Befehl bekommt und diesen nicht befolgen will/kann. Besteht man allerdings auf die Umsetzung kippt er ganz schnell in eine frustrierte und angespannte Stimmung und reagiert dann sehr schnell sehr ungehalten.


Wir haben ihn hier in der Gruppe integriert und auch die anderen Hunde zeigen an, dass er Probleme hat. Sie begrenzen ihn und lassen ihn kaum außer Acht. Hin und wieder gerät er dabei auch mit Hunden aneinander, hierbei handelt es sich allerdings nicht um ernste Außeinandersetzungen, sondern um kleinere Konflikte bei denen Max meist beginnt sich aggressiv zu verhalten. Alles in allem geht von ihm aber keine Gefahr für Hundeleben aus.

Das Training mit ihm ist demnach teilweise nervenaufreibend, da man ihn lehren muss Frust zu ertragen. (Stichwort: Kind an der Kasse vorm Süßigkeitenregal.) Es ist hin und wieder ein echter Kampf.

Wirklich ressourcenaggressiv scheint er nicht zu sein, da wir ihm viele Dinge einfach abnehmen können und er auch zerstörte Gegenstände hergibt. Wir denken eher an ein Statusproblem - d.h. er "nutzt" Gegenstände um Konflikte zu provozieren, was auch wieder dafür spricht, dass er nie gelernt hat Grenzen zu akzeptieren.

Zum Glück ist Max nicht nachtragend und entspannt sich nach einer Trainingssequenz auch schnell wieder.


Max braucht also durchsetzungsfähige Menschen, die sich vorrangig mit seiner Erziehung beschäftigen und Konfliken mit ihm nicht aus dem Weg gehen. Leider muss diese Position von jeder Person von neuem erarbeitet werden, da Max seine Lernerfahrung nicht generalisiert auf alle Menschen überträgt, sondern nur auf die Person welche gerade mit ihm verfährt.

Seine Futteraggression hält sich allerdings in Grenzen, er wird hier abends in unserem und im Beisein einer Hündin und eines Rüden gefüttert und zeigt sich hier sehr gelassen. Natürlich gehen wir ihm dabei nicht auf die Nerven.