Floris

 

Rasse

Herder-Mix

Geboren

25.03.2013

Geschlecht

männlich (kastriert)

Farbe

schwarz

Größe/Gewicht

ca. 54 cm / 21 kg 

Wesen

etwas nervös, schreckhaft, in Panik oder bei hoher Frustration auch aggressiv, verschmust, gelehrig, neugierig, arbeitsorientiert

Verhalten gegenüber Kindern

ist mit Kindern aufgewachsen, wird aber nicht zu Kindern vermittelt

Verhalten gegenüber Erwachsenen

distanziert, wählerisch, wenn er einen mag aber sehr loyal & lieb

Verhalten gegenüber Artgenossen

gut verträglich, stänkert manchmal

Verhalten gegenüber anderen Tieren

interessiert, aber jagdlich nicht übermotiviert (lässt sich abrufen)

Gehorsam/Leinen-führigkeit

muss noch dran gearbeitet werden, er braucht eine ruhige, konsequente u. bestimmte Führung

Schlechte Erfahrun-gen/Ängste:

laute Geräusche, Hektik & Druck lassen Floris zum Wrack mutieren, das Anlegen eines Maulkorbes, Tierärzte, alles was ihn bedrängt

Stubenrein

ja

Alleine bleiben

klappt 5-6 Stunden gut

Autofahren

ja

Gesundheit

alles ok

Abgabegrund

unnachvollziehbare Attacken auf Bezugspersonen

Neues Zuhause

souveräner Umgang mit flippigem, teils cholerischem Verhalten, gerne in Mehrhundehaltung (da ihm das im Mittelpunkt stehen nicht gut bekommt), Menschen die willig sind Konflikte anzugehen, Krisen als Herausforderung sehen & einen aktiven Hund suchen

Bei uns seit

04.2015

Floris lebte einige Zeit bei einer Familie mit Kindern und einer Hündin. Diese hatte ihn aus einem deutschen Tierheim adoptiert; ursprünglich stammt er aus Rumänien. In der Zeit des Zusammenlebens bedrohte Floris in unterschiedlichen Situationen und ohne ersichtlichen Auslöser mehrfach die Familie. Im Tierheim konnte er sich nur schwer einfügen und ließ sich von den Pflegern sehr ungern versorgen. Nachdem Floris während einer Gassi-Runde den Ausführer gebissen hatte, wusste man sich keinen Rat mehr, also kam er hierher.

Floris zeigt sich hier als junger und agiler Rüde. Laute Geräusche und schnelle Bewegungen (z.B. Motorräder) machen ihn nervös. Hier kann es passieren, dass er im Übersprung hysterisch an einem hochspringt und kratzt oder schnappt. Langanhaltende monotone Geräusche wie z.B. ein Rasenmäher stressen ihn ebenfalls, was im Gehege dazu führt, dass er andere Hunde angreift. Er hat auch ein sehr auffälliges Problem was den Umgang mit Frustrationen angeht, die sich im Alltag so ergeben. Zum Beispiel etwas aufgedrängt zu bekommen wie eine Verweisung aus der Küche. Floris bettelt extrem und ist auch nicht bereit sich irgendwo abzulegen. Wenn man ihn am Halsband aus der Küche bringen will, weil es Essen gibt, kann er schon mal pampig oder aggressiv reagieren.

Auch hält er es beim Spaziergang kaum aus, wenn sich seine Bezugsperson mit anderen Hunden beschäftigt oder sich zu weit von ihm entfernt, während er an der Leine bei jemand anderem laufen soll. Mit lautem Gejammer, in die Leine springen, rückwärts aus dem Halsband ziehen wollen und anderen nervtötenden Tricks verfolgt er hartnäckig sein Ziel. Auch das Anlegen eines Maulkorbes kann bei ihm zu cholerischen Anfällen führen. Er lässt sich nicht gerne in die Enge treiben. Zudem zeigt sich Floris in diversen Situationen fast schon panisch z.B. beim Tierarzt.

Wir haben es hier mit einem teilweise sehr intoleranten, unbegrenzten und unsicheren Hund zutun, welcher die blöde Angewohnheit hat sich unendlich in Dinge hineinzusteigern, um auch noch Minuten später mit einem eulenhaften Blick vor sich hin zu dämmern.

Grundsätzlich beherrscht er jedes Grundkommando und ist auch im Freilauf abrufbar. Ein paar Stunden in einer erfahrenen Hundeschule werden nicht schaden - gerne kann ich Ihnen da weiterhelfen und Adressen empfehlen. Seitdem Floris (am 16.09.15) kastriert worden ist, erkennt man etwas ruhigere Wesenszüge an ihm.

Seine zukünftigen Besitzer sollten in einem ruhigen Umfeld mit einem weiteren Artgenossen leben, da Floris die alleinige Aufmerksamkeit eher schadet.