Dakota

Rasse

Staffordshire Terrier-Old English Bulldog Mischling

Geboren

geschätzt 2011

Geschlecht

weiblich (kastriert)

Farbe

brindle (gestromt)

Größe/Gewicht

ca. 47 cm / 20 kg 

Wesen

agil, verschmust, leicht überdreht, stur, zwanghaftes Verhalten bei Stress

Verhalten gegenüber Kindern

wird aufgrund der Vorgeschichte nicht zu Kindern vermittelt

Verhalten ggü. Erwachsenen

nett, aufgeschlossen

Verhalten ggü. Artgenossen

mit Rüden eher verträglich als mit Hündinnen, auf kleine Hunde stürzt sie sich

Verhalten ggü. anderen Tieren

vermutlich jagdlich motiviert

Gehorsam/Leinenführigkeit

noch in Arbeit

Schlechte Erfahrungen/Ängste:

Isolation, Durst

Stubenrein

bedingt

Alleine bleiben

am besten in einer Kennelbox mit einem Knochen

Autofahren

ja

Gesundheit

gesund & munter

Abgabegrund

Beschlagnahmung (Kellerhaltung)

Neues Zuhause

sachkundig & rasseerfahren, gerne als Zweithund, keine Auslastung durch Hetz- & Zerrspiele, keine Kinder & Kleintiere

Bei uns seit

05.2016

Dakota wurde zusammen mit einem Rüden aus einem Keller befreit. Wie lange die beiden dort ausharren mussten, ist unklar. Als man sie fand waren beide in einem schlechten Zustand. Während ihr Kamerad vom Tierheim aus schnell ein neues Zuhause fand, blieb Dakota im Zwinger zurück. Gelangweilt und ziemlich nervös in der Handhabung entwickelte sie sich für die Pfleger zu einem Problem. Eines Tages kam es zu einem Beißvorfall bei dem sie sich im Bauch einer Pflegerin verbiss. Man hatte die Vermutung, dass Dakota ein Problem mit engen Passagen, Räumen oder Durchgängen hat und durch das Bedrängnis die Nerven verliert.

Gewiss ist, dass sie in Stresssituationen dazu neigt, sich ein Ventil zu suchen. Stress bedeutet für sie z.B. einen engen Flur entlang zu gehen und dabei lauten Geräuschen oder hektischen Bewegungen ausgesetzt zu sein.

Dakota ist krankhaft vernarrt in Spielsachen. Bekommt sie diese nicht, sucht sie sich Alternativen, wie etwa eine Leine zum Zerkauen, den Wassernapf zum Ausscharren und rumschieben oder gar einen Ziegelstein, den sie zerbrechen und herumtragen kann. Sie ist in ihrem Tun sehr beharrlich. Sehr unangenehm wird es, wenn Dakota in ihrem zwanghaftem "Modus" an einem hochspringt und dabei in die Leine oder den Pulli beißt. Denn hierbei spielt es für sie keine Rolle, ob sich zwischen dem Objekt und ihren Zähnen noch ein Körperteil befindet und dieses Blessuren davon trägt. Vermutlich wurde ihr Verhalten in der Vergangenheit durch überzogenes Ball-/Stöckchenspiel ungünstig gefördert. Dakota ihr Problem kann man als Spielwut bezeichnen, d.h. sie sucht sich in Situationen, in denen sie in Stress gerät, einen Gegenstand an dem sie sich "spielend" abreagiert. Je nach Reizlage kann dies bis zur vollständigen Zerstörung des Objekts führen und sogar zum auffressen übergehen.

Alles in allem ist Dakota ein dem Menschen sehr zugewandter Hund. Sie eignet sich als aktive Begleiterin in vielen Lebenslagen. Für sie wünschen wir uns Interessenten, die ihre Problematik ernst nehmen und sie nicht wieder mit Spielzeug in den Wahnsinn treiben (in dem Glauben, dass sie sie so auslasten können). Diese sehr kräftige und robuste Hündin möchten wir gerne zu aktiven Leuten, ohne Kinder und Kleintiere, gerne mit einem Rüden als Ersthund vermitteln, die ruhig sowie besonnen mit ihr trainieren und ihr Unternehmungen bieten können. Bestimmt könnte man auch ihr Interesse an Nasenarbeit oder Zugsport wecken, um sie auszulasten.